{"id":4,"date":"2011-04-20T14:06:43","date_gmt":"2011-04-20T14:06:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/?page_id=4"},"modified":"2024-09-12T20:48:00","modified_gmt":"2024-09-12T18:48:00","slug":"hans-fischinger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/?page_id=4","title":{"rendered":"Hans Fischinger"},"content":{"rendered":"<div id=\"ueber_hans_fischinger\">\n<div>\n<h1>Das Filmschaffen von Hans Fischinger<\/h1>\n<pre><a title=\"Hans Fischinger geb. 15.09.1909 \" href=\"..\/..\/cms\/tl_files\/xBrowser_style_sheets\/Fischinger-Bilder\/Hans-Bilder\/hans.jpg\" rel=\"lightbox\"><img decoding=\"async\" src=\"..\/..\/cms\/system\/html\/hans-79a0c279.jpg\" alt=\"Hans Fischinger geb. 15.09.1909 \" \/><\/a><\/pre>\n<p>Kurz\u00fcbersicht:<\/p>\n<ul>\n<li>geb. 15.09.1909 in Gelnhausen<\/li>\n<li>vermi\u00dft am 20.08.1944 &#8211; Serbien\/Kroatien<\/li>\n<li>J\u00fcngster von 6 Geschwistern &#8211; (Oskar geb. 1900)<\/li>\n<li>Umzug nach Frankfurt am Main (Ginnheim Eichenloh)<\/li>\n<li>Besuch der Liebig-Ober-Realschule<br \/>\nLehrer: Erich Fornhoff<\/li>\n<li>1932 geht er nach Berlin zu seinem Bruder Oskar<\/li>\n<li>1932 hat der Ton und die Form eine Verbindung ? Der synthetische Ton l\u00e4\u00dft sich komerziell nicht auswerten.<\/li>\n<li>Er realisierte die Studie 9 zu Brahms Ungarischer Tanz No. 6 sowie<\/li>\n<li>Studie 10 zur Balletmusik aus Verdi &#8222;Aida&#8220; ebenso Studie 12<\/li>\n<li>1932 arbeiten Oskar und Hans mit Bela-Gaspar an der Perfektionierung<br \/>\neines Farbfilm-Verfahrens<\/li>\n<li>1933 Studie 14 wird alleine von Hans Fischinger gezeichnet<br \/>\nnach der Musik zu Brahms Ungar. Tanz Nr.1<\/li>\n<li>Die Vorlagen werden aber nicht verfilmt.<\/li>\n<li>Hans verl\u00e4\u00dft das Studio in Berlin<\/li>\n<li>1936 Bruder Oskar geht zu Paramount nach Amerika<\/li>\n<li>Hans Fischinger bleibt in Deutschland<\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<div><strong>Biographie:<br \/>\n<\/strong><\/div>\n<div>Hans Fischinger wird am 15.09.1909 in Gelnhausen geboren.<\/div>\n<div>Nach der Zusammenarbeit mit Oskar Fischinger <a href=\"http:\/\/www.oskarfischinger.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.oskarfischinger.org\/<\/a>\u00a0in Berlin (siehe Kurz\u00fcbersicht) zieht Hans nach Alzenau, einem St\u00e4dtchen nicht weit von Aschaffenburg. Sein Geld verdient Hans im Betrieb seiner Geschwister, der Brauerei Stein. In seiner Freizeit baut er sich einen Tricktisch und arbeitet 3 Jahre unerm\u00fcdlich an seinem Film. Ein Tanz der Farben soll es werden zur Ballett-Musik aus der Oper &#8222;La Gokonta&#8220;.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Zur Filmerstetllung hatte er seinen Tricktisch und 100 bis 120 verschiedene katalogisierte Schablonen.\u00a0 Mit einem Kompressor und einer angeschlossenen Spritzpistole wurde die Farbe dann auf Glasplatten aufgebracht. Zur damaligen Zeit war das Problem der Farbwiedergabe einer der letzten gro\u00dfen Herausforderungen an die Filmtechnik. Tonfilme liefen alle in Schwarz-Wei\u00df.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Hans Fischinger und sein Bruder Oskar Fischinger erprobten und verbesserten bereits 1933 ein Farbverfahren, dass der Arzt und Chemiker Bela Gaspar <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Gasparcolor\">Casparcolor<\/a><\/div>\n<div>entwickelt hatte. Bei diesem 3 Farbenfilm wurde von jedem, auf die Glasplatte, aufgespr\u00fchten Bild nacheinander drei Aufnahmen auf Schwarzwei\u00dffilm belichtet. Ein drei farbiges Filterrad drehte sich vor dem Objektiv. Die Trickkamera fotografierte jeweils einen Auszug in den 3 aditiven Grundfarben, rot, gr\u00fcn und blau. Mit dem Gaspar-Color Verfahren wurden hinterher alle Farbausz\u00fcge pa\u00dfgenau \u00fcbereinander kopiert und zwar auf dem farbstoffhaltigen Gaspar Color-Film. Der erste Film in Gaspar-Color war &#8222;Kreise&#8220; von Oskar Fischinger.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>F\u00fcr &#8222;Tanz der Farben&#8220; mu\u00dfte Hans Fischinger die Patitur der Musik von &#8222;La Gokonta&#8220; genau analysieren, und die Bewegungsabl\u00e4ufe der Animations-Sequenzen in diese mit einarbeiten.<\/div>\n<div>Diese Bewegungsabl\u00e4ufe waren mit Farbsymbolen versehen, so da\u00df man jederzeit erkennen konnte, welche Farbe, welcher Sequenz und in welchem Ausschnitt verwendet werden sollte.<\/div>\n<div>Die Urauff\u00fchrung von Tanz der Farben fand im Hambuger Waterloo Theater statt und zwar am 27.02.1939. Der Hauptfilm der dort lief war der Film &#8222;Schlu\u00dfakkord&#8220; von Willy Birgel. Hans hatte mit dem &#8222;Tanz der Farben&#8220; eine sehr gro\u00dfe Ressonanz ausgel\u00f6\u00dft, wie man auch aus den Zeitungsnotizen und Kritiken der damaligen Presse entnehmen kann.<\/div>\n<div><\/div>\n<div>Hans Fischingers Farblichtkonzert ist der letzte abstrakte Film, der im dritten Reich aufgef\u00fchrt wurde. Das Werk eines Einzelg\u00e4ngers, den die Hetze gegen die abstrakte Kunst nicht davon abhalten konnte seine k\u00fcstlichere Idee zu vollenden. Leider ist Hans Fischinger nicht mehr aus dem Krieg zur\u00fcckgekehrt.<\/div>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<div><strong>Interessante Filme zum Thema:<\/strong><\/div>\n<div><strong>\u00a0<\/strong><\/div>\n<div>1. &#8222;Film ist Rhythmus&#8220; von Dr. Martin Loiperdinger und Harald Pulch<\/div>\n<div>2. &#8222;Muratti &amp; Sarotti&#8220; von Gerd Gockel &#8211; Streifzug durch die Geschichte des deutschen Animatinsfilms<\/div>\n<div>von 1920 bis 1960. Leider ist der Film bei absolut Medien nicht mehr bestellbar <a href=\"https:\/\/absolutmedien.de\/film\/207\/Muratti+%26+Sarotti\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;MURATTI &amp; SAROTTI&#8220; &#8211; Geschichte des Deutschen Trickfilms 1920-1960 &#8211; Ein Film von Gerd Gockell<\/a><\/div>\n<div>im Kapitel 4 der DVD ist ein Ausschnitt von\u00a0 &#8222;Tanz der Farben&#8220; zu sehen, au\u00dferdem auch ein Interview mit Ralf &amp; Stefan Fischinger, den Gro\u00dfneffen von Hans.<\/div>\n<\/div>\n<div><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"fullscreen aligncenter\" src=\"https:\/\/images-na.ssl-images-amazon.com\/images\/I\/51qUu4wj27L.jpg\" width=\"63\" height=\"89\" \/><\/div>\n<div id=\"ueber_hans_fischinger\">\n<div>Die DVD ist aber noch auf ebay und amazon erh\u00e4ltlich.<\/div>\n<div>3.\u00a0&#8222;Hitlers Traum von Micky Maus&#8220; eine WDR\/Arte Auftragsproduktion der <a href=\"http:\/\/www.decampofilm.de\/dokutext3.swf\">http:\/\/www.decampofilm.de\/dokutext3.swf<\/a><\/div>\n<div>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 =&gt; youtube link: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lGVkD8okXp8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hitlers Traum von Micky Maus<\/a><\/div>\n<div>4. &#8222;La grande storia &#8211; Cinema di propaganda nazista&#8220; &#8211; Produktion durch <a href=\"http:\/\/www.rai.it\/\">http:\/\/www.rai.it\/<\/a><\/div>\n<div>5. Sehr empfehlenswert ist auch die Gesamtausgabe &#8222;<a href=\"https:\/\/absolutmedien.de\/reihe\/77\/Geschichte+des+deutschen+Animationsfilms\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geschichte des deutschen Annimationsfilms<\/a>&#8222;, erschienen bei Absolut Medien<\/div>\n<div><strong>Literatur zum Thema:<\/strong><\/div>\n<div>1. &#8222;Clip, Klapp, Bum &#8211; Von der visuellen Musik zum Musikvideo&#8220; &#8211; dumont taschenb\u00fccher &#8211; Hersg: Veruschka Body, Peter Weibel<\/div>\n<\/div>\n<div><strong>Caspar Color Farbverfahren:<\/strong><\/div>\n<div>1. Brian Pritchard\u00b4s Casparcolor <a href=\"http:\/\/www.brianpritchard.com\/gasparcolor.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.brianpritchard.com\/gasparcolor.htm<\/a><\/div>\n<div>2. Dr. William Moritz &#8211; Oskar Fischinger Archiv &#8211; <a href=\"http:\/\/www.oskarfischinger.org\/GasparColor.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.oskarfischinger.org\/GasparColor.htm<\/a><\/div>\n<div><strong>\u00a0<\/strong><\/div>\n<div><strong>Copyright dieses Textes liegt beim Hans Fischinger Archiv<\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Filmschaffen von Hans Fischinger Kurz\u00fcbersicht: geb. 15.09.1909 in Gelnhausen vermi\u00dft am 20.08.1944 &#8211; Serbien\/Kroatien J\u00fcngster von 6 Geschwistern &#8211; (Oskar geb. 1900) Umzug nach Frankfurt am Main (Ginnheim Eichenloh) Besuch der Liebig-Ober-Realschule Lehrer: Erich Fornhoff 1932 geht er nach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/?page_id=4\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4"}],"version-history":[{"count":28,"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":103,"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4\/revisions\/103"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fischinger.net\/wopr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}